Episode 13-18

Nachdem Domokun nun ein echter Fernsehfan ist und das Wieselmädchen Ta-Chan kennengelernt hat, geht’s jetzt mit den letzten sechs Folgen weiter…

Folge 13 – Wie jede Domokun-Folge ist auch diese von Verwirrung (oder japanischer Normalität) geprägt. Domo sitzt in Ta-Chans Höhle und beide trinken Kaffee. Domo ist sichtlich nervös und als Ta-Chan ihren Fernseher einschaltet, ist mal wieder alles vorbei. Die überwältigende Programmvielfalt lässt Domos kleines eckiges Köpfchen explodieren – schnell und ängstlich rennt er nach Hause. Ta-Chan bemerkt indes, dass sie für den Weggelaufenen weiterlaufende Gefühle empfindet.

Folge 14 – Dass große eckige Monster auch ein Herz haben, wird hier mal wieder bewiesen: Domo und Usajii sitzen (Überraschung und Trommelwirbel…) vor dem Fernseher. Ein gemütlicher Fernsehabend steht bevor. Doch dann wird’s herzergreifend: Domo denkt an seine Nachbarin, das Wieselmädchen Ta-Chan, die gerade ganz alleine zuhause sitzt. Schnell flitzt er rüber und holt das einsame Mädchen zu sich und Usajii rüber. Nett ist er ja schon, unser Domokun. Aber vielleicht war’s ja nur eigennutzig und unser felliger Riese will das Wieselmädchen nur ins Bett kriegen.

Folge 15 – Die Fernsehsucht in Perfektion: Während Usajii schläft, sieht Domo die ganze Nacht fern. Am nächsten Morgen folgt die Rache der Schlaflosigkeit: Domo schläft beim essen ein, fällt immer wieder hin und lässt alles fallen. Usajii hat natürlich kein Verständnis dafür und ermahnt das Monster. Die nächsten Nächte schaut Domokun jedoch ungestört weiter, wodurch auch das alte Kaninchen in den Bann der Nachtunterhaltung gerissen wird. Am Morgen danach: Ein elendiges Bild, beim Frühstück schlafen Domo und Usajii ein. Die Fledermäuse verstehen die Welt nicht mehr. Nun fragt der denkende Zuschauer sich: Ist das wirklich gute Werbung für den Fernsehsender NHK?

Folge 16 – Mal wieder eine Episode, die ich ohne Übersetzung nicht verstanden hätte: Domokun und Usajii sind zu Besuch bei Ta-Chan und begutachten deren neuen, hochmodernen Fernseher. Als Ta-Chan sagt, dass der fast alles kann, was man sich vorstellen kann, beginnt Domo zu träumen – er fliegt auf dem Fernseher über den Wolken (wie in Folge 6). Usajii ist derweil zurück in seinem Kaninchenbau und wundert sich wo Domo bleibt, da dieser noch immer auf der Wiese liegt und träumt. Was schließen wir daraus? LSD und Alkohol sind eine schlechte Mischung, liebe Produzenten.

Folge 17 – Die letzte reguläre Episode ist sehr, sehr furchteinflössend. Domo, Usajii und Ta-Chan sehen sich im Fernsehen Horrorfilme wie Dr. Domostein und Franken-Kun an. Wir sehen erschreckende Bilder! Dann muss Ta-Chan nach Hause gehen. Alleine. Mitten in der Nacht. Plötzlich in der Dunkelheit Schritte hinter ihr. Ein Schrei. Domokun! Warum Domo seinen Schwarm erschreckt, ist eher unwichtig. Was zählt ist, dass es mit Abstand die gruseligste Folge der – auch bei Kindern – beliebten Serie ist.



Folge 18 – Diese Folge ist nicht wie alle vorherigen. Mit 1½ Minuten ist sie nicht nur länger als die anderen, sie erzählt auch keine Geschichte, sondern ähnelt eher einem Musikvideo. Es fängt damit an, dass ein Nachrichtensprecher plötzlich damit überrascht wird, dass ein lebensgroßer Domokun das Studio betritt und den Bluescreen hinter ihm zerfetzt. Dann sieht man den Domo zusammen mit einem Haufen Cheerleadern rumtanzen. Der Song, den sie trällern ist übrigens von Olivia Newton John und heißt Xanadu. Zum Schluss stellen sich alle in Pose und in japanischen Schriftzeichen wird “Spring BS High Vision Special: Leave it to Domo!” eingeblendet. Es handelt sich also um musikuntermalte Werbung für einen neuen Sender von NHK, nämlich BS High Vision. Irgendwie sehr eindrucksvoll und fröhlich. Ansehen!